DAS WESTEND

Das Westend

Geschichte und Geschichten eines Münchner Stadtteils

Wer schon immer wissen wollte, wie es sich in den 50er Jahren im Westend lebte, was es mit dem legendären Bavariakeller auf sich hat, wo die sündigen Meilen des Viertels lagen oder wie die Integrierte Leitstelle der Münchner Feuerwehr arbeitet, kann dies nun alles im Buch “Das Westend” nachlesen.

Ein vitaler Stadtteil wird von den ersten Kleinhäusern bis zur Gegenwart portraitiert. Teils unveröffentlichte Fotografien und Texte aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zeigen Zustände und Innenansichten dieses urbanen Mikrokosmos. Viele alteingesessene Westendler trugen mit ihren Lebensgeschichten und Bildmaterial dazu bei.

Das Westend ist schon oft beurteilt, man könnte fast sagen, verurteilt worden: Beinamen wie Glasscherbenviertel oder Rossfleischinsel lassen die schwierigen Anfänge des Quartiers erahnen. Die Bewohner der Industrialisierungs-Boomtown erlebten die Schrecken des Gründerzeit-Kapitalismus, es folgten die politischen Wirren der Zwischenkriegszeit, Nationalsozialismus und Kriegszerstörung. In entbehrungsreichen Nachkriegsjahren bröckelte die alte Bausubstanz ihrem Verfall entgegen. Wer es sich leisten konnte, der ging - die Gastarbeiter kamen und legten die Wurzeln für das heutigen Multikulti-Viertel. Nach der Stadtsanierung der 70er und 80er Jahre waren der Weggang der Messe und die beinahe abgeschlossene Neubebauung des ehemaligen Messegeländes die letzten großen baulichen Veränderungen, deren Folgen sich erst abzeichnen. Das Westend wird trendy, wird von Kunst- und Medienschaffenden entdeckt.

“Das Westend” hatte einen Vorgänger: Im Jahr 1999 erschien das Buch “Westendbuch – Ein Stadtteil im Wandel”. Es ist inzwischen vergriffen, der Wandel aber ist noch lange nicht abgeschlossen und viele Geschichten sind noch nicht erzählt. Deshalb haben sich die Macher des “Westendbuchs” und einige neue Mitstreiter aufgemacht und das vorliegende Buch verfasst. Ihr Augenmerk richtet sich auf Themen wie die Geschichte und Gegenwart des Stadtteils und seiner Bewohner, deren Kultur, wie hier gewohnt und gearbeitet wird, das Verkehrsaufkommen und seine Beruhigung und das Spannungsverhältnis von Versiegelung und spärlichem Grün.

Das Westend Stadtteilbuch München

Die Autoren

Günther Gerstenberg,
Maler und Autor, Bewohner des südlichen Hasenbergl, hat auch deshalb viel Sympathien fürs Münchner Westend
Textbeiträge in diesem Buch: “Westend 1890: Jeder Fleiß hat seinen Preis”

Angelika Gutsche, Dipl.-Psych., wuchs bei den Eltern, Omas und Tanten in der Heimeran- bzw. Ridlerstraße auf, bevor sie in die Parkstraße umzog, wo sie bis zum Jahr 1985 wohnte. Heute lebt Angelika Gutsche in München-Giesing und Ostuni/Apulien. Nach langjähriger Tätigkeit beim Goethe-Institut im Bereich Film ist sie seit einigen Jahren freiberuflich tätig.
Textbeiträge in diesem Buch: "Die Feuerwehr im Westend - 1890 bis heute", "Großstadtrevier und Kleinkriminalität", "Kleine Postgeschichte des Westends", "Einst und heute: sozialer Brennpunkt Schule" (in Zusammenarbeit mit Gisa Zastrau), "Achte Mädchenklasse Ridlerschule 1953" (in Zusammenarbeit mit Hilde Maier), "Von der Kinderbewahranstalt zum multikulturellen Kinderladen", "Ein Ort für die Jugend: vom Freizeitheim zum Multikulturellen Jugendzentrum", "Arbeiterkulturvereine im Westend", "Kinemathographentheater, Schachterlkino und Lichtspielhaus", "Vorhang auf - Bühnen im Westend", "Georg Freundorfer und seine singende Zither", "Die Stadtbibliothek Westend", "Das Ledigenheim - ein Erfolgsmodell", "Neues Wohnen auf der alten Messe", "Das Blocklertreffen", "Beim Knittel"

Andrea Kloiber-Flüs, Kunsthistorikerin, wohnt seit 1998 mit kurzer Unterbrechung im Westend
Textbeiträge in diesem Buch: “Von der Sendlinger Haide zur Boomtown”, Ausstellungspark und Alte Messe”, “Übriggeblieben: Die Kongressshalle”, “Klingende Relikte: Die romantischen Orgeln in St. Rupert und die Orgelbauanstalt Maerz”

Margot Lübker, lebt heute als Studienrätin für Deutsch und Geschichte in Berlin. Ihre Kindheit verlebte sie im Westend. Sie wohnte bis 1953 in der Heimeranstraße.
Textbeiträge in diesem Buch: "Erinnerungen an das Westend um 1950" und "Verfolgung und Widerstand im Westend 1933 bis 1945"

Friederike Meier, Geographin und Grafikerin, wohnt im Westend
Textbeiträge in diesem Buch: “Die Menschen auf der Schwanthalerhöh‘”, “Das Griechische Haus – eine Brücke zwischen den Nationen”, “Das literarische Westend”, “Kunst im öffentlichen Westend-Raum”, “Das Westend ein Künstlerviertel?”, “Die Bau- und Wohnungsgenossenschaften”, “Der Blick zurück”, “Fabrikensterben”, “Wohin mit dem Gewerbe? Der Gewerbehof Westend”, “Handwerker im Westend”,  “Viel Stahl und Glas – Dienstleistungsunternehmen”, “Der Einzelhandel in Westend”, “Eine Tour zu alten und neuen Gaststätten”, “Asiatisches Westend”, “Grüne Plätze und vertane Chancen”, “Hinten im Hof”, “Villa Flora – von der Rübe zum Rhododendron”

Martin Reindl, ist im Westend aufgewachsen und wohnt im gelben Mollblock
Textbeiträge in diesem Buch: Das Hauptzollamt – fortschrittliche Technik hinter historischen Fassaden”, “Blumen, Schafe und Politik”, “Die Mollblöcke – Wohnen im Baudenkmal zwischen Historismus und Moderne”, “Vom Milchladen zum Cateringservice – ein Lebensmittelhändler im Gespräch”

Gerda Stechhammer, Bautechnikerin, wohnt im Westend seit 1988
Textbeiträge in diesem Buch: “Ludwig Wörner – vom Westend in den Landtag”

Jürgen Stintzing, Stadt- und Verkehrsplaner, wuchs in der Geroltstraße auf, wohnte in der Tulbeckstraße und in der Gollierstraße und ist nach einigen Jahren in der Schweiz wieder ins Westend zurückgekehrt.
Textbeiträge in diesem Buch: “Von der Bürgerinitiative Schwanthalerhöh‘ zum Bürgerbündnis Messenachnutzung”, “Messe weg – und dann? Planung und Bürgerbeteiligung”, “Das Haus mit der roten Fahne”, “Stadtteilsanierung”, “Selbsthilfesanierung unterwünscht”, “Rotlichtviertel Westend”, “Feinschmeckertempel im Arbeiterviertel”, “Die Trambahn auf der Schwanthalerhöh‘”, “Im Würgegriff des Autoverkehrs”, “Straßennamen und ihre Bedeutung”, “Kleine Chronik des Westends”, “Das Westend in Zahlen”

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